Life Science Tools
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Merck KGaA, Darmstadt ist ein familienkontrollierter deutscher Wissenschafts- und Technologiekonzern, dessen €21.1 Milliarden Umsatz 2025 aus drei sehr unterschiedlichen Motoren stammen: einem patentexponierten Healthcare-Geschäft, einer hochwertigen Life-Science-Tools-Franchise und einem Electronics-Geschäft für Halbleitermaterialien. Die Aktie ist 2026 ein Kräftemessen, weil eine bekannte Mavenclad-Patentklippe in den USA Healthcare belastet, während Process Solutions organisch nahe 10% wächst und Electronics von KI-Nachfrage bei Advanced Nodes profitiert; nach der Erholung im Mai auf €133.05 handelt die Aktie bei rund 15.9 mal EPS pre 2025 und einer Free-Cash-Flow-Rendite von 3.5%. Rating Halten: Wirklich starke Motoren in Life Science und Halbleitermaterialien gleichen ein glaubwürdigkeitsbeschädigtes Healthcare-Geschäft aus, doch der dauerhafte KGaA-Governance-Abschlag und eine nur faire Bewertung begrenzen das Aufwärtspotenzial.
Sartorius AG ist ein deutscher Life-Science-Tools-Konzern, dessen Wert vor allem von der mehrheitlich gehaltenen Bioprozess-Franchise Sartorius Stedim Biotech bestimmt wird; die liquide Börsenlinie ist die stimmrechtslose Vorzugsaktie SRT3. Nach Pandemieboom und Lagerabbau-Einbruch erholte sich der Umsatz 2025 um 7.6% auf rund EUR 3.54 Milliarden, die bereinigte EBITDA-Marge stieg wieder auf 29.7%, und der Verschuldungsgrad sank von 3.96x auf 3.55x; dennoch lassen rund EUR 3.74 Milliarden Nettoschulden und ein weiterhin anspruchsvolles Bewertungsniveau von 18x nachlaufendem EBITDA wenig Puffer. Rating Halten: Franchise und Erholung sind real, doch der Markt sieht die Normalisierung bereits, und der aktuelle Kurs von EUR 217.10 liegt über der idealen Kaufzone dieses Berichts.

